Golf & Zero-G

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Mario Majchszak ist ein Golfprofessional, dessen Philosophie von Golfen ganz ähnlich der von „Zero-G“ ist.

Er stellt seinen Schülern als erstes die Frage: „Bist du bereit für neue Wege?“ und erklärt seine Philosophie von Golf ganz einfach: „Hände, Schläger, Ball! Das ist es, worauf es ankommt. Die Konzentration auf das Wesentliche.“

 

MBF: Ich bin nach ein paar Jahren bei einem recht passablen Spiel angekommen. Nun merke ich, dass nichts weitergeht. Ist das nun die Zeit ganz Grundsätzliches zu ändern?

MM: „Wenn wir gemeinsam sehen, dass Du tatsächlich mit Deinem Golfspiel in einer Sackgasse angekommen bist, dann macht es wirklich Sinn, Dein Spiel und vor allen Dingen Deine Einstellung zum Spiel genauer anzuschauen.“

MBF: Vielen Golfspielern passiert es ja auch, dass sie sukzessive feststellen, dass ihr Spiel immer mehr auseinanderbricht und einfach gar nichts mehr geht. Was dann?“

MM: Dann muss derjenige vor allen Dingen raus aus seinen alten „etablierten Mustern“. Die helfen in komplexen Situationen im Job genauso wenig wie beim Golfen. Wenn Du wirklich einen nachhaltigen Wandel suchst und brauchst, musst Du bereit sein neue Wege zu beschreiten. Nur so kommst Du dann zu außergewöhnlichen Ergebnissen.

MBF: Na, das klingt nicht danach, dass wir dann an Elementen meines Schwungs arbeiten, sondern nach deutlich mehr Arbeit.

MM: Eindeutig: Ja! Du musst Dir halt überlegen, was Du wirklich willst: Dauerhaft ein besseres Golf spielen oder die ein oder andere Runde auf dem Platz ordentlich absolvieren. Genauso wie überall anders auch: Will ich ein „kleines Bisschen ab und zu mal“ was besser machen, dann reicht ein kleines bisschen Einsatz. Will ich aber mehr, will ich wirklich besser sein, dann muss ich mich auch mal reinknien.

MBF: Und Du hast die Lösung dafür?

MM: Wenn ich Dir beim Golfen immer dieselben Anweisungen gebe, dann wird das nix. Solange Du im Kern immer das Gleiche machst, kommst Du keinen Schritt weiter, denn damit drehst Du ja nur an den alten, kleine Stellschräubchen, die Dich an den Punkt des Zweifelns gebracht haben. An Deinem Spiel, das Du endlich spielen willst, um wirklich gut zu werden, ändert das nichts.

MBF: Was sollte denn dann mein Fokus sein?

MM: Das Wesentliche ist der Treffmoment. Der wird durch den Schläger verursacht, der von Deinen Händen gehalten wird. Wenn diese Einheit nicht funktioniert, kann alles andere perfekt sein – es wird nicht funktionieren. Lässt sich ein Spieler auf diesen Ansatz ein, eröffnen sich völlig neue Sichtweisen. Alles wird einfacher. Bewegungen die vorher konzentriert angesteuert wurden, laufen automatisch ab. Rhythmus wird erlebt und übernimmt das Denken. Der Fokus auf das Wesentliche lässt keine anderen, ablenkenden Gedanken zu. Natürlich sollen Gleichgewicht, Balance des Körpers und ein angenehmer, neutraler Griff ausgebildet sein. Sie sind jedoch nur die Voraussetzungen, um das Wesentliche auszuführen.

MBF: Der Schläger bewegt also den Körper – Das ist etwas anderes als das, was ich bislang auf einer Range oder von einem Pro gehört habe.

MM: Ja, es ist ganz anders als die herkömmlichen Methoden, die die Körperbewegungen in den Vordergrund stellen, mit der Idee: Hände schön passiv, der Rest wird schon von allein passieren.

Hier setzt das Zero-G-Thinking ein. Lass Dich auf den neuen Gedanken Hände, Schläger, Ball ein. Es entsteht ein Schwung, der vom Rhythmus geleitet wird, auch wenn es zuerst komisch erscheint, nicht mehr so viel an den Körper zu denken. Öffne Dich für ein neues Bewegungsempfinden, losgelöst von alten Denkmustern und mach einmal eine echte Erfahrung. Lass Fehlschläge zu und lerne daraus. Nur wer scheitert lernt weiter.

So lernen Kinder laufen und so lernen wir auch Prozesse zu verändern. „Die Angst vor dem Fehler, ist der Fehler selbst“

 

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